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Rechtliche Fußzeile: Abmeldelink und Postanschrift in Marketing-E-Mails

Marketing-E-Mails brauchen einen klaren Weg zum Abmelden und Angaben dazu, wer du bist. Hier sind die Grundlagen von CAN-SPAM und DSGVO und eine einfache Fußzeile zum Kopieren.

Was das bedeutet

Die meisten Länder haben Regeln für Marketing-E-Mails. Zwei bekannte:

  • CAN-SPAM (USA): Kommerzielle E-Mails dürfen nicht irreführend sein, müssen eine gültige Postanschrift und eine funktionierende Abmeldemöglichkeit enthalten, und Abmeldewünsche müssen innerhalb von 10 Werktagen umgesetzt werden.
  • DSGVO und die ePrivacy-Regeln (Europäische Union): Du brauchst in der Regel eine Einwilligung, um Privatpersonen Marketing-E-Mails zu senden, musst diese Einwilligung nachweisen können und musst den Leuten erlauben, sie jederzeit einfach zu widerrufen.

Diese Anleitung erklärt die üblichen Grundlagen. Sie ist keine Rechtsberatung: Die Regeln hängen von deinem Land und den Ländern deiner Leser ab, also lass dich für deine Situation von einer qualifizierten Fachperson beraten.

Warum das wichtig ist

  • Wer die Regeln nicht einhält, riskiert Bußgelder und Beschwerden.
  • Auch Postfächer achten darauf. Gmail und Yahoo verlangen von Massenversendern eine einfache Abmeldung, und E-Mails ohne Abmeldung werden öfter als Spam gemeldet.
  • Eine klare Fußzeile mit einer echten Identität schafft Vertrauen: Leser wissen, wer ihnen schreibt.

So prüfst du es

  • Sende eine Test-E-Mail: Kopiere auf der Startseite deine einmalige Testadresse, schick eine ganz normale E-Mail von dem Postfach oder Tool, das du prüfen willst, und öffne dann den Bericht. Sieh dir den Abschnitt „Message text“ an: Die Fußzeile sollte da sein, mit einem Abmeldelink und deiner Adresse. Prüfe in „Raw headers“, ob List-Unsubscribe vorhanden ist.
  • Klick in einer deiner eigenen E-Mails auf den Abmeldelink und prüfe, dass er funktioniert, ohne dass du dich anmelden musst.

So behebst du es

Was in die Fußzeile gehört

  1. Ein Abmeldelink, leicht zu finden und in einfachen Worten: „Abmelden“. Ein Klick oder eine einfache Seite, kein Login, kein langes Formular.
  2. Wer du bist: der Name deiner Firma oder Marke.
  3. Eine Postanschrift: eine Straßenadresse oder, wo erlaubt, ein registriertes Postfach.
  4. Warum sie die E-Mail bekommen: „Du erhältst diese E-Mail, weil du dich auf yourdomain.com angemeldet hast.“
  5. Ein Link zu deiner Datenschutzerklärung, besonders für Leser in Europa.

Beispiel-Fußzeile

You receive this email because you signed up at yourdomain.com.
Example Ltd, 12 Example Street, 75000 Paris, France
Unsubscribe | Manage preferences | Privacy policy

Füge auch den Header hinzu

Füge neben dem sichtbaren Link die Header List-Unsubscribe und List-Unsubscribe-Post für die Abmeldung mit einem Klick hinzu. Die meisten Newsletter-Tools erledigen das für dich.

Weitere gute Gewohnheiten

  • Verarbeite Abmeldungen schnell und automatisch. Schreib den Leuten nicht mehr, nachdem sie gegangen sind, außer auf Wunsch eine einzige Bestätigung.
  • Bewahre Nachweise der Einwilligung auf: Datum, Quelle und Formular jeder Anmeldung.
  • Nutze keinen irreführenden Betreff oder Absendernamen.
  • Kennzeichne Werbung deutlich, wo deine lokalen Regeln das verlangen.

Transaktions-E-Mails

Belege, Passwort-Resets und Kontobenachrichtigungen sind normalerweise kein Marketing und brauchen deshalb keinen Abmeldelink. Wenn du Werbung hinzufügst, können sie zu Marketing werden.

Offizielle Quellen: der CAN-SPAM compliance guide der US Federal Trade Commission.

Prüfe, ob es behoben ist

Sende eine neue Test-E-Mail über die Startseite aus deinem Newsletter-Tool. Der Nachrichtentext sollte die vollständige Fußzeile zeigen, und die Raw headers sollten List-Unsubscribe enthalten.

Prüfe, ob es behoben ist

DNS-Änderungen können ein paar Minuten bis einige Stunden dauern. Sende danach eine neue Test-E-Mail oder scanne deine Domain erneut.

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