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Return-Path, Envelope-Absender und From: Warum sie zu deiner Domain passen müssen

Eine E-Mail hat zwei Absenderadressen: das sichtbare From und eine versteckte Adresse für Bounces. Für DMARC muss mindestens SPF oder DKIM für die From-Domain bestehen.

Was das bedeutet

Eine E-Mail ist ein bisschen wie ein Brief in einem Umschlag. Sie hat zwei Absenderadressen:

  • Die From-Adresse, auf den Brief gedruckt. Sie ist das, was der Leser sieht, zum Beispiel news@yourdomain.com.
  • Der Envelope-Absender, auf den Umschlag geschrieben. Ihn nutzen Server, vor allem um Bounces (Benachrichtigungen über nicht zugestellte E-Mails) zurückzuschicken. Nach der Zustellung wird er im Header Return-Path gespeichert. Er heißt auch „MAIL FROM“ oder „Bounce-Adresse“.

Die beiden können unterschiedlich sein. Newsletter-Tools nutzen oft ihren eigenen Envelope-Absender, etwa bounce-123@mail.sendingtool.com, damit sie Bounces für dich verarbeiten können.

Warum das wichtig ist

  • SPF prüft den Envelope-Absender, nicht das From. Wenn der Return-Path auf der Domain des Tools liegt, besteht SPF für das Tool, nicht für dich.
  • DMARC prüft das From. Es besteht nur, wenn SPF für eine Domain besteht, die zur From-Domain passt, oder DKIM für eine Domain besteht, die zu ihr passt. Das nennt man Alignment (Ausrichtung).
  • Mit dem Return-Path eines Tools und der eigenen DKIM-Signatur des Tools ist also alles „bestanden“, aber DMARC scheitert für deine Domain.

So prüfst du es

  • Sende eine Test-E-Mail: Kopiere auf der Startseite deine einmalige Testadresse, schick eine ganz normale E-Mail von dem Postfach oder Tool, das du prüfen willst, und öffne dann den Bericht. Vergleiche im Authentifizierungsabschnitt die von SPF geprüfte Domain, die DKIM-Signaturdomain (d=) und die From-Domain. Der Bericht zeigt, ob jede davon ausgerichtet ist. Sieh dir im Abschnitt „Raw headers“ die Zeile Return-Path an.
Return-Path: <bounce-123@mail.sendingtool.com>   (not aligned)
Return-Path: <bounces@mail.yourdomain.com>       (aligned)
From: News <news@yourdomain.com>

Eine Subdomain deiner Domain, wie mail.yourdomain.com, gilt im standardmäßigen „relaxed“-Modus als ausgerichtet.

So behebst du es

  1. Richte zuerst DKIM mit deiner eigenen Domain ein. Such in jedem Versand-Tool nach „Domain-Authentifizierung“ oder „Custom DKIM“. Füge die Einträge hinzu, die es dir gibt. Ausgerichtetes DKIM reicht, damit DMARC besteht, und es übersteht Weiterleitungen besser als SPF.
  2. Richte einen eigenen Return-Path ein, wenn dein Tool das anbietet. Das heißt oft „Custom Bounce Domain“, „Custom MAIL FROM“ oder „Return-Path-Domain“. Meist fügst du einen CNAME-Eintrag wie bounces.yourdomain.com hinzu, der auf das Tool zeigt.
  3. Bei deinem eigenen Server stell sicher, dass der Envelope-Absender deine Domain nutzt und dass die IP-Adresse des Servers in deinem SPF-Eintrag steht.
  4. Bei Website-Formularen und Skripten setz den Envelope-Absender ausdrücklich. Viele Webhoster nutzen einen Standardwert wie user@server123.host.com. In PHP mail steuert das der Parameter -f oder die Einstellung „Sender“ der Bibliothek.

Prüfe, ob es behoben ist

DNS-Änderungen wirken nicht sofort. Die meisten sind nach wenigen Minuten sichtbar, bei manchen Anbietern dauert es aber bis zu 24 bis 48 Stunden.

Sende eine neue Test-E-Mail über die Startseite über dasselbe Tool. Der Bericht sollte DKIM für deine Domain als bestanden und ausgerichtet zeigen, idealerweise auch SPF als ausgerichtet, und DMARC als bestanden.

Prüfe, ob es behoben ist

DNS-Änderungen können ein paar Minuten bis einige Stunden dauern. Sende danach eine neue Test-E-Mail oder scanne deine Domain erneut.

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